Eigenes Paddel

Aber warum soll man sich ein eigenes Paddel kaufen, denn beim Rennen und Training stehen doch Paddel zur Verfügung. Aber die Vorteile zum eigenen Paddel liegen klar auf der Hand. Für kleinere Personen sind die „Leihpaddel“ mit ihrer Standardgröße von 1,30 Metern einfach zu lang und das führt zu einer unsauberen und nicht effizienten Paddeltechnik. Zudem sind Holz oder Kohlepaddel einfach leichter als die 800 Gramm schweren Gummiknüppel. Auch stechen Holz und besonders Kohlepaddel besser in das Wasser und biegen sich nicht bei der Zugbelastung durch, wodurch nicht der optimale Zug auf das Paddel aufgebaut werden kann. Speziell beim Training, aber auch bei einer längeren Renndistanz macht sich das Gewicht des Paddels bemerkbar.

So hebt der Paddler beim Merziger Langstreckenrennen das über 7000 Meter geht, in einer Durchschnittszeit von 40 Minuten und bei einer Frequenz von 60 Schlägen pro Minute gefahren wird folgende Gewichte:
 

  PE Paddel = 0,8 KG 40 Minuten x 60 Taktfrequenz  x 0,8 KG 1920 KG
  Holzpaddel mit 0,6 KG 40 Minuten x 60 Taktfrequenz  x 0,6 KG 1440 KG
  Carbonpaddel mit 0,4 KG 40 Minuten x 60 Taktfrequenz  x 0,4 KG   960 KG

  

Jetzt überzeugt und jetzt soll ein Paddel gekauft werden, aber welches denn es gibt es drei verschiedene Typen:

Das Holzpaddel, preiswert, ab 45,-- Euro, mittleres Gewicht ca. 600- 650 Gramm

Das Carbonpaddel, teuer, ab 145,-- Euro, leichtes Gewicht, ca. 400 – 500 Gramm 

Das Holz-Carbon Paddel, ab 100,-- Euro, mittleres Gewicht, ca. 550 Gramm.
 

Generell ist jedes Paddel gut, wenn es für den Paddler abgestimmt ist. Für den Hobbypaddler der ein- bis zweimal in der Woche trainiert, reicht sicherlich ein Holzpaddel aus. Zudem sind Holzpaddel auch die meist verwendeten Paddel in Deutschland – nur im Saarland nicht – hier herrscht Carbon vor. Hier muss jeder entscheiden, was er für sein Hobby ausgeben will. Beim Kauf sollte man auch darauf achten, dass das Paddel die aktuelle Norm 202a hat.

Nachdem man ein Paddel gekauft hat, kommt das Paddel im Rohzustand an, es muss abgelängt und geklebt werden.Für die Größenbestimmung gehen wir beim KCM nach folgender Tabelle vor:

 

Personengröße

Abschnitt cm

Paddelgröße cm

180 und mehr

0

130

178

1,5

128

176

3

126

174

4,5

125,5

172

6

124

170

7,5

122,5

168

9

121

166

10,5

119,5

164

12

118

162

13,5

116,5

160

15

115

158

16,5

113,5

156

18

112

154

19,5

110,5

152

21

109

150

22,5

107,5

148

24

106

146 und Weniger

25

105

Richtlinien

Maxialgröße

130

DKV WKB

Minimalgröße

105

 

Vor dem schneiden sollte man die Schnittstelle abkleben, das verhindert Splitter oder Faserung durch das Sägeblatt. Vor dem Kleben, nachprüfen ob es gut hereinpasst und den Griff abkleben, denn das erspart viel Ärger den überschüssigen Kleber nachher abzukratzen. Falls beim Holzpaddel die Klebestelle noch lackiert ist, ist diese zu entfernen. Bei Holz solle man wasserfesten Holzleim verwenden. Bei Carbon einen Zweikomponenten Epoxikleber. Ist der Kleber aufgetragen sollte das Paddel mit dem Griff schnell parallel ausgerichtet werden und mindestes 24-48 Stunden (siehe Gebrauchsanleitung) nicht benutzt werden. Öfters werden noch bei der Zughand Griffbänder angebracht. Zu empfehlen ist Eishockeyband, das preiswert und gut ist.  

Den Profi erkennt man an der Paddeltasche – die gibt es ab 22,-- Euro in verschieden Ausstattungen wobei die grenze nach oben offen ist. Pflegen sollte man sein Paddel auch. Bei einem Holzpaddel sollte man darauf achten, dass der Lack in Ordnung ist und Beschädigungen mit Lack ausgebessert werden. Das gleiche gilt natürlich für Carbonpaddel, zur Reparatur empfiehlt sich der Zweikomponentenkleber.

Beim Kauf sollte man auch darauf achten, dass das Paddel die aktuelle Norm 202a hat.